PFEIL & BOGEN

Selfnock - Anleitung

von T. Görtzen.

Benötigtes Material/Werkzeug
Holzpfeil
Bohrmaschine/Akkubohrer
Holzbohrer (3,2 Ø)
scharfes Messer
Schmirgelpapier (250'er und 400'er)
Garn
UHU hart Kleber


Als erstes sollte man wissen, dass eine Nockkerbe eines Holzpfeils immer quer zur Maserung verlaufen sollte. Was bei einem Selfnock noch wichtiger ist, als bei einem Plastiknock. Bei einem Selfnock ist es umso wichtiger, da ansonsten nicht nur der Spinewert des Pfeils nicht mehr stimmt, sondern es auch ziemlich sicher passiert, dass der Pfeil entlang der Maserung aufreißt.

Nun allerdings zum Bau eines Selfnocks:

1. Schritt:
Ich bohre immer ein 3,2 mm dickes Loch ca. 5 mm vom hinteren Rand des Pfeils quer zur Maserung durch den Pfeil und schneide mit einem scharfen Messer dann dieses Loch leicht schräg von oben auf. Je nach Sehnendicke die man verwendet kann man den Durchmesser des Lochs leicht variiere


2. Schritt
Nun schleife ich den Nock ein wenig mit 250er Schmirgelpapier nach und phase die Kanten und den Sitz der Sehne leicht an. Anschließend, wenn ich den Sitz auf der Sehne noch mal überprüft habe, schleife ich mit 400er Schmirgel noch mal nach. Es ist wichtig, dass kein grober Grat mehr im Nockboden und an den Innenseiten des Nocks stehen bleibt, da sonst der Pfeilflug negativ beeinflusst werden kann und/oder die Sehne leidet.


3. Schritt
Wenn dann die Federn drauf sind, wird der Nock noch eingewickelt, um ihn zu verstärken. Dazu streiche ich immer ein wenig UHU Hart auf den Pfeil (an die Stelle der Wicklung) und wickele das Garn meiner Wahl von ca. 1cm unter dem Nock bis zum Nockboden hinauf und verstreiche nachher noch ein wenig UHU Hart auf dem Garn und lasse das dann trocknen.



Jetzt noch ein Tipp im Sinne der Gesundheit:

Die Position der Leitfeder sollte man nicht willkürlich wählen, sondern sie sollte, wie ein jeder weiß, 90 Grad versetzt zum Nock sein. Aber auch die Seite an der man sie anbringt, sollte wohl bedacht sein. Denn die Fasern (nicht die Maserung) sollten vom Nock in Richtung Spitze nach oben weglaufen (wenn man sich denkt man würde den Pfeil nun auf die Sehne legen und schießen wollen). Das hat den Hintergrund, dass im Falle eines Pfeilbruchs beim Abschuss, dass hintere Ende des Pfeils sich nach oben über das vordere Ende schiebt und nicht anders herum in die Bogenhand hinein.

In diesem Sinne ein fröhliches Pfeile bauen noch.